Greta Schödl, Installation view at 60th International Art Exhibition – La Biennale di Venezia, Stranieri Ovunque –

Foreigners Everywhere, 2024. Photo: Marco Zorzanello

Greta Schödl

Hauptausstellung | 60. Biennale di Venezia
20.4.–24.11.2024

Die von Adriano Pedrosa unter dem Titel Foreigners Everywhere kuratierte Hauptausstellung der 60. Internationalen Kunstausstellung La Biennale di Venezia im Jahr 2024 setzt sich mit dem Konzept des Außenseiters auseinander. "Wo immer man hingeht, wird man immer auf Ausländer treffen – sie/wir sind überall", hat Pedrosa erklärt. "Egal, wo du dich befindest, du bist immer wahrhaftig und tief im Inneren ein Fremder." Der Titel stammt aus einer 2004 begonnenen Werkserie des Künstlerkollektivs Claire Fontaine, das Skulpturen mit den Worten "Foreigners Everywhere" in verschiedenen Sprachen schuf. Dieser Satz bezieht sich wiederum auf die Arbeit eines Turiner Kollektivs namens Stranieri Ovunque , das Anfang der 2000er Jahre in Italien gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit kämpfte.
Die Künstlerin Greta Schödl wurde von Pedrosa ausgewählt, um an der Hauptausstellung der Biennale im Jahr 2024 teilzunehmen.

Schödl studierte an der Akademie für angewandte Kunst in Wien (heute die Angewandte), wo er 1953 seinen Abschluss machte. Sechs Jahre später zog sie endgültig nach Italien und eröffnete ein Atelier in Bologna. Nachdem sie eine Pause von ihrer Arbeit eingelegt hatte, um eine Familie zu gründen, kehrte sie Mitte der 1960er Jahre zur Kunst zurück und hat seitdem in zahlreichen Institutionen auf der ganzen Welt ausgestellt. Heute gilt sie als eine der bedeutendsten Künstlerinnen, die auf dem Gebiet der "poesia visiva" (visuelle Poesie) arbeiten.

In ihren Werken arrangiert Schödl Buchstaben und Symbole in geometrischen Formen und wiederholt sie obsessiv bis zur Abstraktion. Als Untergrund hat sie Stein, Büttenpapier, Bücher, Landkarten, persönliche Briefe und Haushaltsgegenstände wie Bügelbretter, Kissenbezüge und Bettlaken verwendet. Durch die Verbindung von Sprache und Bild löscht Schödl die ursprüngliche Funktion von Worten und Objekten aus und verleiht ihnen eine neue Bedeutung.

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Greta Schödl

Main exhibition | 60th Biennale di Venezia
20.4.–24.11.2024

Curated by Adriano Pedrosa under the title Foreigners Everywhere, the main exhibition of the 60th International Art Exhibition, La Biennale di Venezia, in 2024 explores the concept of the outsider. “Wherever you go, you will always encounter foreigners—they/we are everywhere," Pedrosa has explained. "No matter where you find yourself, you are always, truly, and deep down inside, a foreigner.” The title is drawn from a series of works begun in 2004 by the artist collective Claire Fontaine that produced sculptures featuring the words “Foreigners Everywhere” in different languages. That phrase in turn references the work of a Turin-based collective titled Stranieri Ovunque who fought racism and xenophobia in Italy in the early 2000s. Artist Greta Schödl has been selected by Pedrosa to participate in the main exhibition of the Biennale in 2024.

Schödl studied at the Academy of Applied Arts in Vienna (today die Angewandte), graduating in 1953. She moved permanently to Italy six years later, establishing a studio in Bologna. After taking a pause from her work to raise a family, she returned to making art in the mid-1960s and has since exhibited widely in institutions around the world. Today she is considered one of the most significant female artists working in the field of 'poesia visiva' (visual poetry). 

In her works, Schödl arranges letters and symbols in geometric forms and obsessively repeats them until they are rendered virtually abstract. As a surface, she has used stone, handmade paper, books, maps, personal letters, and household objects such as ironing boards, pillowcases and bed sheets. Through the combination of language and image, Schödl erases the original function of words and objects and imbues them with new meaning.

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