© Patrick Topitschnig | Jüdisches Museum Wien | Wien Museum 

Raub | Theft

Jewish Museum Vienna
6.6.–27.10.2024


Die systematische Entrechtung, Verfolgung und schließlich Ermordung der jüdischen Bevölkerung Wiens, sowie jener, die gemäß den Nürnberger Gesetzen als „Jüdinnen“ und „Juden“ galten, erfolgte unter nationalsozialistischer Herrschaft und ging einher mit einem beispiellosen Raubzug: Tausende Wiener Wohnungen und Häuser wurden von verschiedenen Organisationen, aber auch von Privatleuten geplündert. Die geraubten Möbel, Kunstwerke und Gegenstände wurden in Besitz genommen, veräußert, oder auch musealen Sammlungen zugeführt.

In einer Doppelausstellung mit dem Wien Museum spürt „Raub“ diesem Vorgang der Beraubung, der Einverleibung und schließlich auch der Restitution nach. Die Ausstellung beginnt im Jüdischen Museum Wien, das symbolisch für die beraubten Orte und Menschen steht, deren Geschichten hier erzählt werden. Im Mittelpunkt stehen die geraubten Objekte, die in einer filmischen Installation verpackt und abtransportiert werden. Im Wien Museum, das zum Ort der Einverleibung wird, werden sie schließlich ausgepackt und den Städtischen Sammlungen zugeführt. Nur ein Teil dieser Objekte konnte Jahrzehnte später restituiert werden. Durch die abstrakte, aber gleichzeitig auch augenfällige Konzeption der Ausstellung werden Raub und Einverleibung sinnlich erfahrbar.

Doppelausstellung Jüdisches Museum Wien und Wien Museum

www.jmw.at

Raub | Theft

Jewish Museum Vienna
6.6.–27.10.2024

 

The systematic disenfranchisement, persecution, and, ultimately, murder of Vienna’s Jewish population, as well as those considered as “Jews” according to the Nuremberg Laws, took place under National Socialist rule and was accompanied by unprecedented theft: Thousands of Viennese apartments and houses were plundered by various organizations, but also by private persons. The stolen furniture, artworks, and objects were seized, sold, or added to museum collections.

In a double exhibition with the Wien Museum, Theft traces this process of pillage, incorporation, and, finally, restitution. The exhibition begins at the Jewish Museum Vienna, which symbolizes the robbed places and people whose stories are told here. The focus is on the stolen objects, which are packaged and transported away in a film installation. At the Wien Museum, which becomes the place of incorporation, they are unpacked and absorbed into the city collections. Only a fraction of these objects were able to be restituted decades later. Through the exhibition’s abstract, yet eye-catching concept, theft and incorporation can be experienced sensually.

Double Exhibition Jewish Museum Vienna and Wien Museum

www.jmw.at