Simone Fattal, metaphorS, Ausstellungansicht, Secession 2024 | Foto: Iris Ranzinger

Simone Fattal

metaphorS
Secession 21.6.–1.9.2024

Simone Fattal präsentiert in ihrer Ausstellung metaphorS Werkgruppen aus verschiedenen Schaffensphasen und in diversen Medien. Diese umfassen Skulpturen aus gebranntem Ton und Keramik, Malerei und Collagen. Durch ihre Werke erzählt sie Geschichten von Menschlichkeit, Kultur, Geschichte und Gegenwart. Themen wie Konflikt, Konsens, Natur, Glaube und Vertrauen stehen dabei im Mittelpunkt. Trotz (oder gerade wegen) eines nomadischen Lebens ist ihre Kunst zutiefst verbunden mit der jahrtausendealten Kultur und Geschichte des Nahen Ostens – sie wuchs in Damaskus und Beirut auf – und die Epen, Gedichte, Archäologie und Landschaften dieses so reichen und zugleich so konfliktbeladenen Kulturkreises dienen ihr sowohl als Inspiration als auch als zentrale Themen. Figuren aus antiken Erzählungen wie Gilgamesch, Dhat al-Himma, Dionysos oder Adam und Eva nutzt sie als Vorlagen für ihre vorzeitlich anmutenden Ton- und Keramikskulpturen. In ihrer meist abstrakten Malerei stehen Landschaften im Vordergrund, inspiriert unter anderem von der Aussicht auf den Berg Sannin in Beirut, aber auch von den Gärten ihrer Kindheit.

„Seit ich mit der Bildhauerei begonnen habe, habe ich stehende Figuren gemacht. Am Anfang waren sie klein und wurden nach und nach größer. Sobald ich Ton anfasste, wollte ich Figuren und damit stehende Männer schaffen. … Wie sie sich formal manifestiert haben, kommt von meinem archäologischen Hintergrund und meiner tiefen Leidenschaft für mein Land und seine Geschichte. Für mich beginnt die Geschichte mit Sumer und ist nie zu Ende gegangen. Die Form ist für mich lebendig; es gibt keinen Punkt, an dem die Geschichte aufhört und sich verändert. Sie ist ein kontinuierlicher Moment.“ 

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Simone Fattal

metaphorS
Secession 21.6.–1.9.2024

In her exhibition metaphorS, Simone Fattal presents bodies of work from different periods in her career and in a variety of media, including fired clay and ceramic sculptures, paintings, and collages. With her works, she tells stories of humanity, culture, history, and the present. Conflict, consensus, nature, faith, and trust are central concerns. Despite (or precisely because of) the artist’s nomadic life, her oeuvre is deeply rooted in the millennia-old culture and history of the Middle East—she was raised in Damascus and Beirut—and the epic literature, poetry, archaeology, and landscapes of this region, which is as rich as is riven by strife, are both vital sources of inspiration and central themes. Ancient-looking clay and ceramic sculptures are based on characters from prehistoric narratives like Gilgamesh, Dhat al-Himma, Dionysus, or Adam and Eve. Landscapes are the focus of her mostly abstract paintings, which are inspired by the view of Mount Sannine from Beirut, but also by the gardens of her childhood.

"Ever since I started sculpting, I have made standing characters. In the beginning, they were small, and gradually grew taller. As soon as I touched clay, I wanted to create characters and therefore, standing men. ... The way they visibly manifested comes from my archaeological background and my deep passion for my country and its history. For me, history begins with Sumer and has never ended. The form is alive for me; there is no point where history stops and changes. It’s a continuous moment.”

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