HEIMATLOS: WIENER JUDEN IM EXIL
Jüdisches Museum Wien | 30.09.2026 – 04.04.2027

Nach dem "Anschluss" am 12. März 1938 wurde Wien zur Modellstadt für die systematische Vertreibung der Jüdinnen und Juden. In kürzester Zeit wurde die drittgrößte jüdische Gemeinde Europas durch Emigration, Deportation und Ermordung nahezu ausgelöscht. Für jene, die ins Ausland fliehen konnten, bedeutete dies den Verlust ihrer bürgerlichen Existenz, ihres Hab und Guts sowie ihrer Heimat. Jüdische Wiener:innen fanden Zuflucht in der ganzen Welt –  in europäischen Staaten, Nord- und Südamerika, Afrika, im Nahen Osten, Asien und Australien – und mussten ihr Leben in der Fremde mühsam neu aufbauen.

Der Verlust der Heimat lastete schwer auf den Vertriebenen. Ohne Sprache, berufliche Perspektive und sozialen Anschluss fiel es ihnen schwer, im Exil Fuß zu fassen. Aufgrund weiterer Verfolgung, Verhaftungen oder Abschiebungen aus den ersten Zufluchtsländern mussten manche sogar mehrmals fliehen, bis sie schließlich einen sicheren Ort fanden. Ein Leben im Exil verlief alles andere als einfach oder friedlich.

Die Allermeisten kehrten niemals nach Wien zurück. Die Stadt, die sie vertrieben hatte, war nicht mehr ihre Heimat. Die Ausstellung erzählt die Lebensgeschichten dieser Wiener:innen und beleuchtet damit die vielschichtigen Dimensionen von Heimatverlust und Exil.

www.jmw.at

NO WAY HOME: VIENNESE JEWS IN EXILE
Jewish Museum Vienna | 30.09.2026 – 04.04.2027

After the “Anschluss” on March 12, 1938, Vienna became a model city for the systematic disenfranchisement and expulsion of Jews. In a short time, the third-largest Jewish community in Europe was decimated through emigration, deportation, and murder. For those who managed to flee abroad, this meant the loss of all that was familiar and their livelihood. Jewish Viennese were scattered all over the world: to European countries, North and South America, Africa, the Middle East, Asia, and Australia. The loss of their homeland weighed heavily on those in exile; rebuilding a new life in a foreign place was no easy feat. While some managed to succeed, others struggled to no avail. The vast majority never returned from exile. Their relationship to their home–the place and the people who had expelled them–was imbued with ambivalence. The exhibition seeks to piece together again the stories torn from Vienna’s history.

www.jmw.at